Aktuelles

Ostalb-Klinikum führt als erstes Haus in Baden-Württemberg neue Technik zur Behandlung von Vorhofflimmern ein

Aalen, 21.10.2025

Als erste Klinik in Baden-Württemberg hat die Kardiologie des Ostalb-Klinikums ein innovatives, ballonbasiertes Verfahren zur Pulsed Field Ablation (PFA) erfolgreich eingeführt. Diese neuartige Technik zur Behandlung von Vorhofflimmern gilt als besonders effektiv und schonend – und stellt einen weiteren Fortschritt bei der Behandlung von Vorhofflimmern dar.

Die Pulsed Field Ablation hat sich in den letzten Jahren als hochwirksame und sichere Methode zur Verödung von Herzgewebe bei Vorhofflimmern etabliert. Die Anwendung ist eine vielversprechende, nicht-thermische Methode zur Ablation von Herzgewebe. Sie arbeitet schnell, gezielt und mit einem potenziell besseren Sicherheitsprofil als klassische Verfahren.

Das Gewebe wird hierbei nicht durch Temperatur, sondern durch elektrische Felder entfernt.

Das Ostalb-Klinikum war von Beginn an an der klinischen Einführung und Optimierung dieser Technik beteiligt.

Im Rahmen eines umfangreichen Qualitätssicherungsprogramms wurden sämtliche Ablationstherapien der Klinik wissenschaftlich begleitet und analysiert. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind bereits in mehreren internationalen Fachjournalen veröffentlicht und auf nationalen Kongressen vorgestellt worden – ein Beleg für die hohe fachliche Expertise der Aalener Kardiologie.

„Es ist eine große Ehre für uns, dieses innovative Verfahren als erste Klinik in Baden-Württemberg anwenden zu dürfen. Das ist alles andere als selbstverständlich“, erklärt Prof. Dr. Seizer, Leiter der Kardiologie am Ostalb-Klinikum. 

Passend zur technischen Erweiterung wurde das Vorhofflimmerzentrum des Ostalb-Klinikums erneut von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert. Die Gutachter hoben insbesondere die konsequente Qualitätskontrolle sowie die außergewöhnlich niedrige Komplikationsrate positiv hervor.

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Kardiologie am Ostalb-Klinikum als Ausbildungszentrum ausgezeichnet

Aalen, 22.01.2025

Die Kardiologie am Ostalb-Klinikum wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als offizielles Ausbildungszentrum für junge Kardiologen ausgezeichnet. Diese Anerkennung unterstreicht das herausragende Engagement und die hohe Qualität der Ausbildung in der Abteilung.

 Die Initiative „Young DKG“ innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie fördert gezielt die Vernetzung und den Austausch von Wissen unter jungen Kardiologen. Ihr Ziel ist es, die berufliche Entwicklung junger Fachkräfte im Bereich der Kardiologie zu unterstützen und ihnen eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen zu bieten.

 In der Kardiologie Ostalb-Klinikum hat die Weiterbildung einen sehr hohen Stellenwert. Neben dem breitgefächerten Leistungsspektrum in der interventionellen Kardiologie und Rhythmologie bietet die Abteilung auch eine fundierte Ausbildung in der kardialen Bildgebung an.

 „Besonders hervorzuheben ist der außerordentliche Einsatz von Oberärztin Dr. Stephanie Löbig, die maßgeblich zu dieser Auszeichnung beigetragen hat. Ihr Engagement und ihre Leidenschaft haben einen positiven Einfluss auf die Ausbildung unserer jungen Ärztinnen und Ärzte“, zeigt sich Chefarzt Prof. Dr. Seizer sichtlich begeistert. „Diese Auszeichnung motiviert uns, weiterhin höchste Standards in der Aus- und Weiterbildung zu setzen und unseren Beitrag zur Förderung des kardiologischen Nachwuchses zu leisten.“, so Seizer. 

 

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Oberärztin präsentiert Fall auf dem europäischen Echokongress

Aalen, 16.12. 2024

Vom 11.12 bis 13.12 fand der diesjährige europäische Echokongress, das „Mekka“ der kardiovaskulären Bildgebung, in Berlin statt. 

Im Rahmen dieses Kongresses wurde ein Fall aus dem Ostalb-Klinikum Aalen ausgewählt, den Oberärztin Frau Dr. Stephanie Löbig in der Sitzung „Reparatur der Mitralklappe in extremen Situationen“ dieses Jahr vorstellt. Frau Dr. Stephanie Löbig hatte die Bildgebung an einem Notfalleingriff durchgeführt, bei dem ein Patient im kardiogenen Schock erfolgreich an der Mitralklappe mittels Katheterverfahren therapiert wurde und damit gerettet werden konnte.

„Es freut mich wirklich sehr, dass dieser Fall zur Präsentation angenommen wurde, der zeigt auf welchem Niveau dieses Verfahren bei uns durch das erfahrene Team auch im Notfall angeboten werden kann“, so Prof. Peter Seizer, Chefarzt der Kardiolgie und Leiter des zertifizierten Mitralklappenzentrums (DGK) am Ostalb-Klinikum.

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Innovatives Verfahren zur Behandlung von Vorhofflimmern eingeführt

Aalen, 16.10.2024

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland hat die Kardiologie des Ostalb-Klinikums Aalen erfolgreich ein neues hochmodernes 3D-Mapping-integriertes Pulsed-Field-System zur Ablation von Vorhofflimmern implementiert. 

 

Eine Ablation, auch Katheterablation genannt, ist ein Spezialeingriff, bei dem mittels eines Katheters krankhafte elektrische Erregungsherde im Herzmuskelgewebe verödet werden. Nach einer Ablation kehrt das Herz häufig dauerhaft zu seinem natürlichen Rhythmus zurück.

 

Bereits im Januar 2023 hatte das Team um Prof. Seizer als eine der ersten Kliniken weltweit das sogenannte Point-by-Point Pulsed-Field-Verfahren (Centauri) etabliert. Seitdem verfügt das Team der Kardiologie über eine umfassende Erfahrung und Expertise in diesem innovativen Verfahren der Pulsed Field Ablation, das minimalinvasive Ablationen für Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern sicherer und effektiver macht. 

„Das neue System erweitert nochmals unser Behandlungsspektrum für komplexe Fälle, da es eine noch präzisere Visualisierung der Herzstrukturen und der zu behandelnden Areale ermöglicht“, erläutert Prof. Seizer.

Das Pulsed-Field-System, das auf der Anwendung von elektrischen Pulsen basiert, bietet erhebliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden, da es die umliegenden Gewebe – insbesondere die Speiseröhre und Blutgefäße – schont und gleichzeitig eine hohe Wirksamkeit bei der Behandlung von Vorhofflimmern gewährleistet.

„Auch in diesem Jahr haben wir sowohl am Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als auch an den Deutschen Herzrhythmustagen unsere Behandlungsergebnisse vorgestellt“, freut sich Prof. Seizer. „Mit der aktuellen Weiterentwicklung setzen wir unser kontinuierliches Engagement fort, für unsere Patientinnen und Patienten des Ostalbkreises und darüber hinaus, hochmoderne und patientenorientierte Technologien einzusetzen.

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Hospitandin aus Australien am Ostalb-Klinikum Aalen

Aalen, 17.09.2024

Die Kardiologie am OAK Aalen bietet aktuell einer Kollegin aus Australien die Möglichkeit, sich im Aalener Mitralklappenzentrum fortzubilden. 
Im Rahmen eines zweiwöchigen Fortbildungsaufenthalts in Deutschlands hospitiert die Ärztin bei Prof. Dr. Seizer um bei der Reparatur der Trikuspidalklappe zugegen zu sein.

Kazumi Sato (im Bild ganz links) war in Deutschland in verschiedenen Zentren um Trikuspidalklappeneingriffe zu sehen. Bei diesen speziellen Eingriffe ist Deutschland führend; und das Ostalb-Klinikum Aalen  eines der Krankenhäuser mit der größten Expertise.

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Neuartiger Herzschrittmacher für Menschen mit einem verlangsamten Herzschlag

Aalen, 27.03.2024

Ist bei Menschen mit einem verlangsamten Herzschlag die Versorgung mit einem Herzschrittmacher erforderlich, so steht mit dem elektrodenlosen Herzschrittmacher ab sofort eine neue, innovative Therapieoption zur Verfügung.

Wir freuen uns sehr, die Implantation bei entsprechender Indikation als eine der ersten Kliniken in Deutschland durchführen zu können, so Chefarzt Prof. Dr. Peter Seizer nach dem erstmaligen Eingriff vor wenigen Tagen im Ostalb-Klinikum Aalen. Die Implantation herkömmlicher Herzschrittmacher – bestehend aus einem im Brustbereich platzierten Pulsgeber und von dort zum Herzen führenden Drähten (Elektroden) – ist heutzutage ein Routineeingriff. Dennoch können während und nach der Operation Komplikationen auftreten.

Elektrodenlose Herzschrittmacher wurden unter anderem entwickelt, um diesen Herausforderungen entgegenzutreten. Hier stecken sämtliche Funktionseinheiten in einer kleinen Kapsel. Dank ihrer geringen Größe (etwa ein Drittel des Volumens einer gewöhnlichen AAA-Batterie) ist eine Implantation direkt in die rechte Hauptkammer des Herzens möglich. Die Blutgefäße und das Herz mit seinen Herzklappen werden also nicht dauerhaft durch eine Elektrode belastet. Der Herzschrittmacher verfügt außerdem über eine einzigartige Funktion, das sogenannte Mapping, die es Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, elektrische Signale im Herzen zu messen, um vor der Implantation die optimale Position im Herzen zu bestimmen.

Ein großer Vorteil des neuen Schrittmachers für die Patienten ist die lange Lebensdauer, die vom Hersteller auf mehr als 17 Jahre geschätzt wird. Bei herkömmlichen Herzschrittmachern ist ein Batteriewechsel unter Umständen bereits wesentlich früher erforderlich.  

Herzrhythmusstörungen und die Folgen

In der Regel liegt der Ruhepuls eines gesunden Erwachsenen bei etwa 60-80 Schlägen pro Minute. Bei bestimmten Erkrankungen, kann die Frequenz unter 60 Schläge pro Minute fallen, manchmal kann sie sogar unterbrochen sein. Mögliche Folgen sind zum Beispiel Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht. Die Symptome können bei Anstrengung, aber auch bereits bei ganz alltäglichen Bewegungen auftreten. Eine effektive Behandlung ist zum Beispiel die Implantation eines Herzschrittmachers, der bei einer zu langsamen oder fehlenden Herzfrequenz elektrische Impulse an den Herzmuskel abgibt und die Symptome von Herzrhythmusstörungen lindert.   Wir planen in den kommenden Wochen weitere Eingriffe dieses neuen Schrittmachers und werden hier weitere Erfahrungen machen, erläutert Prof. Seizer.

Nachdem wir in den letzten Jahren auch sogennante His-Bündel-Schrittmacher etabliert haben, wird im Ostalb-Klinikum die ganze Bandbreite einer modernen Schrittmachertherapie angeboten. Die Kardiologie ist für die Schrittmachertherapie gemäß der Deutschen und Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziertes Schrittmacherzentrum.    

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Kardiologie am Ostalb-Klinikum erhält Auszeichnung als Mitralklappenzentrum

Aalen, 12.12. 2023

Seit drei Jahren bietet die Kardiologie am Ostalb-Klinikum Aalen Patienten mit Erkrankungen der Mitralklappe ein minimalinvasives Verfahren zur Reparatur der Mitralklappe an.
Die Mitralklappe ist das Ein- und Auslassventil der linken Herzkammer. Durch sie fließt das sauerstoffreiche Blut aus den Lungen in die linke Herzkammer, um von dort in den Körper gepumpt zu werden.
Durch diesen Eingriff kann Patienten, die vorher an ausgeprägter Luftnot und Zeichen der Herzschwäche gelitten haben, eine deutliche Verbesserung ihres Gesundheitszustands und ihrer Prognose ermöglicht werden.
Zudem wird dieser Eingriff am Ostalb-Klinikum seit einem Jahr auch an der Trikuspidalklappe, welche die gleiche Funktion in der rechten Herzkammer übernimmt, vorgenommen.
Aufgrund der zahlreichen erfolgreich durchgeführten Eingriffe der vergangenen drei Jahre wurde die Klinik für Kardiologie am Ostalb-Klinikum Aalen nun von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Mitralklappenzentrum ausgezeichnet. Prof. Dr. Seizer und sein Team freuen sich über diese weitere Auszeichnung und die Möglichkeit Patienten im Ostalbkreis heimatnah auf höchstem Qualitätsstandard zu behandeln.

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Ärztin gewinnt Preis bei Herztagen

Aalen, 13. 10. 2023

Von 05. bis 07. Oktober 2023 fanden in Bonn die Herztage der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie statt, auf denen das Ostalb-Klinikum Aalen mit vier Ärzten und drei Fachvorträgen vertreten war.

Im Vorfeld des Kongresses hatten bundesweit junge Kardiologinnen und Kardiologen die Möglichkeit, ihre interessantesten Fälle einzureichen. Mit Dr. Stephanie Löbig hatte dieses Jahr die Abteilung für Kardiologie und Angiologie des Ostalb-Klinikums in Aalen unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Peter Seizer die Nase vorn und konnte den bundesweiten Wettbewerb für sich entscheiden.


Sie gewann den diesjährigen Preis für den „besten“ Echokardiographie-Fall. Dr. Löbig stellte einen Fall aus ihrem klinischen Alltag am Ostalb-Klinikum Aalen vor, der als besonders lehrreich ausgezeichnet wurde.
Die Präsentation des Falles und die Siegerehrung zum „Echo Masters Gewinner“ fanden am 05. Oktober in Bonn statt.

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Kardiologie des Ostalb-Klinikums mit dem Qualitätssiegel ERTC ausgezeichnet

Aalen 16.08. 2023:

Kardiologie des Ostalb-Klinikums als erstes Haus in Baden-Württemberg mit dem Qualitätssiegel ERTC ausgezeichnet

Die Kardiologie des Ostalb-Klinikums wurde als erste Klinik in Baden-Württemberg durch die Europäische Herzrhythmus Gesellschaft (EHRA) mit dem Qualitätssiegel ERTC ausgezeichnet.  

Das Qualitätssiegel „EHRA Recognized Training Centers“ (ERTC) garantiert den Einsatz fortschrittlichster und standardisierter Lehrtechniken. Dieses Zertifikat beweist die hohe Ausbildungs- und Prozessqualität, die in der Kardiologie am Ostalb-Klinikum besteht. Die Auszeichnung zertifiziert exzellente elektrophysiologische Zentren, von denen es insgesamt nur 10 in Deutschland gibt.

Die Europäische Herzrhythmus Gesellschaft ist bestrebt, die höchsten Standards bereits in der Ausbildung einzufordern.

Mit Dr. Sebastian Weyand und Prof. Dr. Peter Seizer hält das Ostalb-Klinikum zwei nach den Vorgaben der europäischen Gesellschaft zertifizierte Ärzte für Elektrophysiologie vor. „Die Akkreditierung des Elektrophysiologie-Zentrums als erstes in Baden-Württemberg von der EHRA als anerkanntes Ausbildungszentrum ist eine bedeutende Auszeichnung für uns und würdigt die systematische und konsequente Arbeit des gesamten medizinischen und pflegerischen Teams der Abteilung für Kardiologie“, freut sich Chefarzt Prof. Dr. Peter Seizer.

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Weltweit erster Eingriff

05.04.2023

Am Ostalb-Klinikum Aalen wurde aktuell ein Patient, der unter lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen litt, mit einer neuen Untersuchungsmethode erfolgreich therapiert. Prof. Peter Seizer und sein Team führten diese Methode weltweit zum ersten Mal durch und veröffentlichten den Fall in einer renommierten medizinischen Fachzeitschrift (Journal of Interventional Cardiac Electrophysiology (2023)).   Durch die sogenannten „Pulsed Field Ablation“ gelang es Prof. Seizer, einen mit herkömmlichen Ablationsmethoden schwer zugänglichen Ort an der äußeren linken Herzkammer zu veröden. „Natürlich müssen hier noch Studiendaten folgen“, so Prof. Seizer, „aber der Anfang ist gemacht, und ich freue mich, dass mein Team und ich hier Pionierarbeit leisten und den Patienten mit dieser neuen Methode erfolgreich therapieren konnten.“

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Erste Point-by-point Pulse Field Ablation (PFA) durchgeführt

16.01.2023

Heute wurde in unserem Zentrum die erste Point-by-point Pulse Field Ablation (PFA) durchgeführt.

Damit gehören wir aktuell zu den ersten 20 Kliniken weltweit, die diese Therapie für Ablation von Rhythmusstörungen wir Vorhofflimmern anbieten.

Die Pulsed Field Ablation gilt als besonders schonend, da die benötigten elektrischen Impulse das umliegende Gewebe wie die Speiseröhre, Nerven und Blutgefäße nicht beschädigen. Die Kardiologie am Ostalb-Klinikum ist aufgrund ihrer hohen Expertise und Qualität von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Vorhofflimmerzentrum zertifiziert.

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